

Blackout Krisenkommunikation
Blackout Krisenkommunikation
Zwischen technischer Abhängigkeit und sozialer Erreichbarkeit
Diese Session ist Teil des Public Vitality Camp 2026, wird organisiert von Prof. Daniela Hensel (HTW Berlin, Public Design) und knüpft an die Arbeit im Forschungsprojekt KRIKO-BE – Krisenkommunikation und Governance in Berlin an.
Wenn Strom, Mobilfunk oder digitale Dienste ausfallen, steigt der Bedarf an verlässlicher Information – während genau die gewohnten Kommunikationswege unter Druck geraten. Dann zeigt sich, wie unterschiedlich Menschen erreichbar sind und wie stark Krisenkommunikation vom Zusammenspiel zwischen Verwaltung, Katastrophenschutz, sozialen Einrichtungen, lokalen Netzwerken und Bevölkerung abhängt.
Wie bleibt Krisenkommunikation verlässlich und inklusiv, wenn die Infrastrukturen ausfallen, auf die sie sich im Alltag stützt?
In dieser praxisorientierten Arbeitssession nehmen wir eine mögliche Blackout-Situation zum Ausgangspunkt. Gemeinsam untersuchen wir, wo Informationswege abbrechen, wer möglicherweise nicht erreicht wird und welche analogen, digitalen und sozialen Strukturen sich ergänzen können. Aus Perspektive des Public Design entwickeln wir daraus Ansatzpunkte für eine krisenfestere Kommunikation in Berlin.
Willkommene Perspektiven
Die Arbeitssprache dieser Session ist Deutsch mit Offenheit für englische Beiträge. Besonders willkommen sind unterschiedliche Perspektiven auf Krisenkommunikation, Vorsorge und öffentliche Infrastruktur, darunter:
Zuständige Bezirks- und Senatsverwaltungen
Bevölkerungsschutz, Katastrophenvorsorge und Feuerwehr
soziale Träger, Wohlfahrt und Nachbarschaftsarbeit
Pflege, Gesundheit und Unterstützung besonders gefährdeter Menschen
kritische Infrastrukturen und kommunale Versorgung
Krisenkommunikation, Warnung und Bürgerinformation
Public Design, Service Design und Informationsdesign
Vorkenntnisse zu Blackout-Szenarien oder Public Design sind nicht erforderlich. Besonders interessant sind Erfahrungen aus Situationen, in denen Informationen viele unterschiedliche Menschen erreichen müssen oder technische, institutionelle und soziale Infrastrukturen ineinandergreifen.
Wichtige Hinweise
Das Camp-Format ist ein ehrenamtlich entwickelter Prototyp und bewusst einfach organisiert. Bitte sorgt selbst für eure Verpflegung und bringt gern etwas zum Teilen mit.
Bitte meldet euch auch für den gemeinsamen Spaziergang von der S-Bahnstation Heerstraße zum Teufelsberg an und nach der Session wieder zurück. Diese Spaziergänge sind Teil unseres gemeinsamen Rituals des Ankommens und Einladens im Camp und des Verabschiedens und Integrierens vom Camp.
Das Public Vitality Camp ist ein gemeinsamer Lernraum für Menschen, die bereits an gesellschaftlichen, institutionellen, technologischen und ökologischen Herausforderungen arbeiten. In den Sessions bearbeiten wir konkrete Fragen und Spannungen und untersuchen, was Menschen, Institutionen und Gemeinschaften auch unter schwieriger werdenden Bedingungen handlungsfähig hält – und wie heutige Entscheidungen zukünftige Handlungsmöglichkeiten erweitern oder einschränken.
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