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Klangmeditation Seelenklänge

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📍 Stadtkirche Biel

Seelenklänge: Das Format „Seelenklänge“ wurde erstmals am 3. April im Jahr 2012 in der Stadtkirche Biel eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Form der Klangmeditation, bei der Pascale Van Coppenolle an der Orgel und Stephanos Anderski mit Obertongesang zusammenwirken. Die Seelenklänge finden seither regelmässig - nunmehr seit 15 Jahren

  • am ersten Dienstagabend eines Monats statt. Die Klangmeditation ist eine Improvisation mit Orgelklängen und Obertönen, die es ermöglichen kann, tief in unser Bewusstsein einzutauchen, um uns auf der Seelenebene von den Frequenzen und Klängen berühren zu lassen. Das Konzert wird als Liegekonzert veranstaltet.

Pascale: Orgel der Bieler Stadtkirche: Im November 2011 wurde die neue Metzler Orgel im Gottesdienst am Reformationssonntag und in einer Konzertreihe eingeweiht. Die fest installierte, voll funktionsfähige Kirchenorgel ist vermutlich weltweit einzigartig. Das Instrument verfügt über einen 4. «winddynamischen» Manual. Dies erlaubt völlig neue Klangwelten, welche für sich alleine stehen können, oder aber auch mit den konventionellen verwoben werden. Das von Daniel Glaus entwickelte Konzept ermöglicht es, die Dynamik, Klangfarbe und Tonhöhe eines Tons direkt über den Tastendruck zu steuern. Interaktive Windsteuerung: Im Gegensatz zu herkömmlichen Orgeln kann der Organist den Winddruck und die Luftmenge, die zur Pfeife gelangt, während des Spielens variieren. Neue Klangwelten: Dies erlaubt Effekte wie Glissandi oder gezielte Lautstärkenveränderungen einzelner Töne, was völlig neue Ausdrucksmöglichkeiten in der Kirchenmusik eröffnet. Integration: Die winddynamische Sektion fungiert als dynamisches Nebenwerk innerhalb der grossen Metzler-Orgel (Opus 647), die insgesamt über 49 klingende Register verfügt.

Stephanos: Obertongesang stammt ursprünglich aus Tuva beziehungsweise der Mongolei, wird aber auch in Tibet sowie bei bestimmten Stämmen in Papua-Neuguinea und Afrika praktiziert. In Europa gibt es eine westliche Form dieses Gesangs, die ich praktiziere. Sie entspricht der in der westlichen Welt am häufigsten verwendeten Form, als eine sanftere Variante gegenüber dem Kehlgesang. Der Obertongesang ist eine Gesangstechnik, bei der zwei Töne gleichzeitig gesungen werden. Etwa 200 Obertonfrequenzen bilden die menschliche Stimme sowohl beim Sprechen als auch beim Singen. Die Technik, um einen Oberton zu erzeugen, besteht darin, beim Singen eines „normalen“ Tons einen Ton mit der Kehle "herauszufiltern" und dafür einen Resonanzraum im Mund und in der Nase zur Verfügung zu stellen. Für mich ist es eine Möglichkeit, mithilfe der Frequenzen der Stimme die spirituelle Welt zu berühren, auch dadurch, dass die Obertöne selbst keine Obertöne mehr haben.

Location
Stadtkirche Biel
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