Titelbild für Fachaustausch "Deeskalation von Konflikten in der Schule"
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Über das Event

​Der Workshop „Deeskalation von Konflikten in der Schule“ vermittelt ein kompaktes, praxisnahes Handlungsrepertoire für herausfordernde Situationen. Auf Grundlage der Konfliktmodelle nach Glasl und typischer schulischer Dynamiken lernen die Teilnehmenden, Konflikte sicher zu erkennen, zu unterscheiden und professionell einzuordnen. Dabei betrachten wir sowohl alltägliche Auseinandersetzungen als auch problematische Konflikte, die in Gewalt oder systematische Ausgrenzung übergehen können. Ein zentraler Bestandteil ist die Reflexion der eigenen Rolle: Lehrkräfte bewegen sich zwischen Beratung, Mediation, Prävention und klaren Grenzen ihrer Zuständigkeit. Ergänzend dazu erhalten sie Einblicke in neurobiologische Grundlagen – etwa die Wirkung von Stress, Spiegelneuronen und automatischen Reaktionen wie Kampf, Flucht oder Erstarren – und lernen einfache, wirksame Methoden zur Selbstregulation kennen, die im Schulalltag sofort anwendbar sind. Darauf aufbauend wird die systematische Konfliktdiagnostik vertieft: Welche Konfliktarten treten auf, wie lassen sich Eskalationsstufen einschätzen und welche Rolle spielt subjektive Wahrnehmung? Methoden wie Beobachtung, Gespräche, geschützte Abfragen oder Soziogramme unterstützen dabei, Situationen klarer zu erfassen und zielgerichtet zu handeln. In der Kommunikation arbeiten wir mit Modellen wie dem Kiesler-Kreis und der Transaktionsanalyse, um Gespräche deeskalierend, strukturiert und wertschätzend zu führen. Erfahrungsorientierte Impact-Techniken wie die Eskalationsleiter machen Dynamiken körperlich erfahrbar und eröffnen neue Zugänge zu Lösungen.

Ort
Oberschule "Am Holländer"
Bayerische Str. 9, 04720 Döbeln, Deutschland
Veranstaltet von