

Stresstest Rechtsdurchsetzung
Stresstest Rechtsdurchsetzung
Was Berlin braucht, wenn Mietrechtsansprüche skalieren
Diese Session ist Teil des Public Vitality Camp 2026 und wird organisiert vom Movement Hub gemeinsam mit Miete Runter und nextlearning e.V.
Viele Mieter:innen haben Rechte, die im Alltag nur eingeschränkt wirksam werden. Die Mietpreisbremse zeigt das besonders deutlich: Individuelle Prüfung und Rechtsdurchsetzung sind aufwändig, während Beratung, Verwaltung und Justiz bereits stark belastet sind. Neue digitale und organisatorische Ansätze können den Zugang zum Recht erleichtern – und zugleich neue Engpässe sichtbar machen.
Wie könnte Berlins Mietrechtssystem weiterentwickelt werden, damit berechtigte Ansprüche auch in großer Zahl wirksam bearbeitet werden können?
In dieser kuratierten Red-Teaming-Session führen wir einen konstruktiven Stresstest durch. An einem realistischen Szenario prüfen die Teilnehmenden, was geschieht, wenn viele berechtigte Mietrechtsfälle gleichzeitig ins System gelangen und welche Kapazitäten, Übergaben und institutionellen Anpassungen nötig wären, damit mehr Rechtsdurchsetzung auch zu mehr öffentlicher Handlungsfähigkeit führt.
Willkommene Perspektiven
Die Arbeitssprache dieser Session ist Deutsch. Für den konstruktiven Stresstest bringen wir bewusst unterschiedliche Perspektiven zusammen, darunter:
Mieter:innenorganisationen und Community Organizing
Mietrechtspraxis, Rechtsberatung und außergerichtliche Rechtsdurchsetzung
Justiz und mietrechtliche Verfahren
Berliner Verwaltung mit Perspektiven auf Wohnen, Verbraucherschutz und Digitalisierung
Akteur:innen rund um Mietenkataster oder andere Vollzugsinstrumente
gemeinwohlorientierte digitale Infrastruktur und Daten-Governance
Forschung zu Rechtszugang, Verwaltung und institutioneller Handlungsfähigkeit
Die Session findet in einem kuratierten Kreis von etwa 12–16 Teilnehmenden statt. Besonders hilfreich sind Erfahrungen aus Bereichen, in denen steigende Fallzahlen, neue digitale Zugänge oder veränderte Formen gesellschaftlicher Organisierung auf bestehende Verfahren und institutionelle Kapazitäten treffen.
Wichtige Hinweise
Das Camp-Format ist ein ehrenamtlich entwickelter Prototyp und bewusst einfach organisiert. Bitte sorgt selbst für eure Verpflegung und bringt gern etwas zum Teilen mit.
Bitte meldet euch auch für den gemeinsamen Spaziergang von der S-Bahnstation Heerstraße zum Teufelsberg an und nach der Session wieder zurück. Diese Spaziergänge sind Teil unseres gemeinsamen Rituals des Ankommens und Einladens im Camp und des Verabschiedens und Integrierens vom Camp.
Das Public Vitality Camp ist ein gemeinsamer Lernraum für Menschen, die bereits an gesellschaftlichen, institutionellen, technologischen und ökologischen Herausforderungen arbeiten. In den Sessions bearbeiten wir konkrete Fragen und Spannungen und untersuchen, was Menschen, Institutionen und Gemeinschaften auch unter schwieriger werdenden Bedingungen handlungsfähig hält – und wie heutige Entscheidungen zukünftige Handlungsmöglichkeiten erweitern oder einschränken.
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