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Resilience Forum Vol. II: ABSCHALTBAR

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Hamburg, Germany
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About Event

​Ein Event von THE FORGE, dem Vertical des DEEPTECH Campus Circle.

​Wer über dein Produkt entscheidet, sitzt nicht in Europa.

​In Kooperation mit dem DEEPTECH Campus Circle und dem ARIC, Artificial Intelligence Center Hamburg.

​Streich in Gedanken jeden Lieferanten, der eine Exportlizenz braucht, um dich zu beliefern. Was übrig bleibt, ist weniger, als die meisten glauben.

​Seit April 2025 entscheidet Peking per Lizenz, wer Magnete und Seltene Erden bekommt. Seit Mai 2026 greift Washingtons Lizenzpflicht für KI-Chips auch bei Käufern in Singapur oder Malaysia, sobald die Mutter in China sitzt. Beide Schalter existieren. Beide wurden schon umgelegt. Dein Produkt liegt dazwischen.

​Das ist kein Argument gegen China und keins gegen die USA. Beide liefern hervorragende Technik, und ohne sie geht es nicht. Was sich besitzen lässt, kommt aus dem einen Land. Was sich nur mieten lässt, aus dem anderen. Europa kauft bei beiden und schreibt Regeln. Das Problem ist nicht die Abhängigkeit. Das Problem ist, dass kaum jemand seine kennt.

​Wie schnell daraus eine Rechnung wird, zeigt die Drohne. Ein Gerät für wenige hundert Euro zerstört ein Fahrzeug für Millionen. Wer es abfängt, zahlt mehr als der, der es gebaut hat. Dieselbe Rechnung steht in jeder Stückliste, nur langsamer.

​Am 1. Oktober holen wir sie an die Oberfläche. Vier Impulse von Leuten, die diese Rechnung aus der Praxis kennen, aus Forschung, Sicherheitspolitik, Ordnungspolitik und Startup-Infrastruktur, der letzte davon aus Dänemark. Danach ein offenes Panel, das eine Frage austrägt statt sie zu moderieren: schnell und abhängig einkaufen oder langsam und selbstbestimmt bauen, und wer zahlt die Differenz.

​Danach kennst du die drei Stellen, an denen dein Produkt von außen abschaltbar ist: Bauteil, Rechenleistung, Recht. Und du kennst die Leute, die schon wissen, wo ihre liegen.

​Im Raum: Industrie und Mittelstand, Investoren, Forschung, Behörden, Gründerteams. Ab 18:30 Uhr Flying Buffet, die Sprecher bleiben.

​Agenda

  • ​14:00 Ankommen, Kaffee und erstes Networking

  • ​14:45 Eröffnung: Oliver Rößling, THE FORGE

  • ​15:00 Impuls 1: Werner Bogula, Die Karte 20 Min. Talk, 10 Min. Fragen

  • ​15:30 Impuls 2: Dr. Heiko Herold, Weltordnung im Umbruch 20 Min. Talk, 10 Min. Fragen

  • ​16:00 Kaffeepause, 30 Minuten, zweiter Einlass

  • ​16:30 Impuls 3: Prof. Dr. Henning Vöpel, Europas Antwort 20 Min. Talk, 10 Min. Fragen

  • ​17:00 Impuls 4: Gert Spender, Der Vergleich 20 Min. Talk, 10 Min. Fragen, auf Englisch

  • ​17:30 Panel: offen, zu den Themen des Tages auf Englisch, Fragen aus dem Publikum

  • ​18:30 Flying Buffet und Networking bis ca. 22:00 Uhr, die Sprecher bleiben

​Auf der Bühne

​Oliver Rößling
THE FORGE und DEEPTECH Campus Circle Hamburg
Die Eröffnung. Warum dieser Abend stattfindet, aus Sicht von THE FORGE und dem DEEPTECH Campus Circle.

​Werner Bogula
Head of AI, PINKTUM, und AI Ambassador, Artificial Intelligence Center Hamburg (ARIC)
Die Karte. Künstliche Intelligenz und Rechenleistung: Wo Europa technologische Tiefe hat, wo nur Absicht, und was davon in Hamburg liegt. Als Entwickler und Computerlinguist arbeitet er an Sprachmodellen für die Bildung und sieht täglich, welche Teile des Stapels man besitzt und welche man mietet.

​Dr. Heiko Herold
Non-Resident Fellow, Institute for Security Policy at Kiel University (ISPK)
Weltordnung im Umbruch. Einordnung der sicherheitspolitischen Lage und der zentralen Herausforderungen für Deutschland und Europa, mit besonderem Schwerpunkt auf China und dem sich verschärfenden globalen Systemkonflikt. Am ISPK in Kiel arbeitet er zu Geopolitik, maritimer Sicherheit und hybrider Einflussnahme, drei Feldern, die heute enger zusammenhängen denn je.

​Prof. Dr. Henning Vöpel
Direktor, Centrum für Europäische Politik (cep), und Vorstand, Stiftung Ordnungspolitik
Europas Antwort. Europa kauft bei beiden und schreibt Regeln. Ob daraus ein Hebel wird oder ein Kostenfaktor, aus ordnungspolitischer Sicht. Ökonom, Professor für Volkswirtschaftslehre an der BSP Business & Law School Berlin, von 2014 bis 2021 Direktor des HWWI in Hamburg, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des BVMW.

​Gert Spender
ESA BIC Denmark und Open Entrepreneurship, Aalborg University
Der Vergleich. Dänemark und Deutschland arbeiten unter denselben EU-Regeln: Die Genehmigung hängt in beiden Ländern am Betreiber und am konkreten Einsatz, nicht am Ort. Dänemarks Vorsprung liegt nicht in lockereren Regeln, sondern in der Infrastruktur. Das UAS Denmark Test Center stellt eigenen Testluftraum für Flüge außerhalb der Sichtweite bereit, und wer bei Drohnen bis drei Meter unter der bestehenden LUC-Genehmigung von Scandinavian Drone Solutions testet, kommt statt in bis zu neun Monaten in wenigen Wochen vom Antrag zum Flugversuch. Deutschland hat mit FastFlight ein eigenes beschleunigtes Verfahren, Dänemark ist also nicht pauschal schneller. Den Unterschied macht die Testumgebung. Hält den vierten Impuls und diskutiert anschließend im Panel mit, auf Englisch.
Auf Englisch

​Lelia Kunkel
CopterCloud GmbH und Universität Hamburg
Im Panel. Drohnen für Vermessung, Inspektion und virtuelle Rundgänge, digitale Raumdatenerfassung und 3D-Aufmaß drinnen wie draußen. Die Praxis dazu, was ein unbemanntes System im Alltag wirklich kostet und braucht.

​Panel

​Kein Auftakt, keine Vorstellungsrunde: Das Panel geht direkt an die Themen des Tages. Auf der Bühne eine Auswahl der Sprecher des Abends, alle haben vorher ihren Impuls gehalten, dazu Lelia Kunkel von CopterCloud, die unbemannte Systeme nicht als Zukunftsbild, sondern als Tagesgeschäft kennt. Die Frage des Tages steht dabei schon aus dem vierten Impuls im Raum: Dänemark ist nicht schneller, weil dort andere Regeln gälten. Es sind dieselben EU-Regeln, und die Genehmigung hängt in beiden Ländern am Betreiber und am konkreten Einsatz. Der Unterschied ist die Infrastruktur. Wer keine eigene Testumgebung hat, mietet die Geschwindigkeit anderswo. Daraus wird die Frage des Abends: schnell und abhängig einkaufen oder langsam und selbstbestimmt bauen, und wer die Differenz bezahlt. Das Panel läuft auf Englisch. Fragen stellt das Publikum direkt, ohne Karten.

​Hinweise

​Die Plätze sind limitiert, die Anmeldung erfolgt ausschließlich über Luma. Bei ausgebuchten Veranstaltungen kann eine Teilnahme nicht garantiert werden. Der Bühnenteil wird aufgezeichnet. Der Networking-Teil ab 18:30 Uhr steht unter der Chatham House Rule.

​Die Veranstaltung findet überwiegend auf Deutsch statt. Der Beitrag von Gert Spender und das gesamte Panel sind auf Englisch.

​Veranstalter: THE FORGE, Initiative für Resilienz, Verteidigung, Dual-Use und kritische Infrastruktur im DeepTech Campus Circle Hamburg.

​Organisation

​THE FORGE wird getragen von Oliver Rößling, Philipp Hartmann, Alois Krtil, Sophia Bartsch, Jan Enno Einfeld, Jan Sebastian Steffen. In Kooperation mit dem DEEPTECH Campus Circle und dem ARIC, Artificial Intelligence Center Hamburg.

Location
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