

Lebendige Stadt als gemeinsame Aufgabe
Lebendige Stadt als gemeinsame Aufgabe
Urban Commons zwischen Eigentum, Pflege und öffentlichem Wert
Diese Session ist Teil des Public Vitality Camp 2026 und wird organisiert von Dr. Stefanie Reichelt (Urban Commons Lead beim 10×100 Converter, Fellow nextlearning e.V.) in Kooperation mit Plan B 2030 e.V. / Koordinierungsstelle Gemeinschaftliches Gärtnern (KGG).
Städtische Natur und gemeinschaftlich genutzte Räume erzeugen öffentlichen Wert: Sie kühlen, halten Wasser zurück, ermöglichen Biodiversität, Begegnung und lokale Versorgung. Doch Eigentum, Verantwortung, Wissen und Ressourcen liegen oft bei unterschiedlichen Akteur:innen – ebenso wie die Möglichkeiten zu entscheiden, was erhalten, verändert oder gemeinsam gepflegt wird.
Wie können Verantwortung und Ressourcen so verteilt werden, dass lebendige städtische Räume langfristig als Commons erhalten und weiterentwickelt werden können?
In dieser Walk & Working Session erkunden wir vier Orte rund um den Grunewald mit unterschiedlichen Eigentums- und Governance-Modellen. Anschließend untersuchen wir anhand konkreter Berliner Beispiele, wie Wissen, Finanzierung und Entscheidungsmacht über institutionelle Grenzen hinweg zusammenwirken können. Ziel ist eine gemeinsame Erklärung dazu, welche Bedingungen Urban Commons in Berlin brauchen, damit öffentlicher Wert dauerhaft getragen werden kann.
Willkommene Perspektiven
Die Arbeitssprache dieser Session ist Deutsch mit Offenheit für englische Beiträge. Besonders willkommen sind unterschiedliche Perspektiven auf Stadt, Gemeingüter und die Pflege lebendiger Systeme, darunter:
Stadtentwicklung, Grünflächenplanung und kommunaler Verwaltung
Gemeinschaftsgärten, Nachbarschaftsinitiativen und Urban Commons
Stadtökologie, Biodiversität und Klimaanpassung
gemeinwohlorientierter Immobilien- und Bodenentwicklung
Bürgerenergie und lokalen Versorgungsmodellen
Forschung zu Commons, Governance und öffentlichem Wert
Finanzierung und sektorübergreifender Kooperation
Vorkenntnisse zu Commons-Theorie sind nicht erforderlich. Interessant sind insbesondere Erfahrungen aus Situationen, in denen Eigentum, Nutzung, Pflege und Verantwortung nicht bei denselben Akteur:innen liegen.
Wichtige Hinweise
Das Camp-Format ist ein ehrenamtlich entwickelter Prototyp und bewusst einfach organisiert. Bitte sorgt selbst für eure Verpflegung und bringt gern etwas zum Teilen mit.
Bitte meldet euch auch für den gemeinsamen Spaziergang von der S-Bahnstation Heerstraße zum Teufelsberg an und nach der Session wieder zurück. Diese Spaziergänge sind Teil unseres gemeinsamen Rituals des Ankommens und Einladens im Camp und des Verabschiedens und Integrierens vom Camp.
Das Public Vitality Camp ist ein gemeinsamer Lernraum für Menschen, die bereits an gesellschaftlichen, institutionellen, technologischen und ökologischen Herausforderungen arbeiten. In den Sessions bearbeiten wir konkrete Fragen und Spannungen und untersuchen, was Menschen, Institutionen und Gemeinschaften auch unter schwieriger werdenden Bedingungen handlungsfähig hält – und wie heutige Entscheidungen zukünftige Handlungsmöglichkeiten erweitern oder einschränken.
Hier könnt ihr weitere Sessions entdecken und euch anmelden bzw. für eine Teilnahme bewerben.