

Masterclass mit Luisa Neubauer: Was kostet es, mutig zu sein?
Ein Blick auf Vermögen, Verantwortung und unsere Beziehung zum Handeln.
Mut ist leicht gefordert und schwer gelebt, gerade wenn man etwas zu verlieren hat. Viele Menschen mit Vermögen und Einfluss engagieren sich bereits, spenden, unterstützen, glauben an Wandel. Und doch bleibt oft ein Gefühl zurück, dass da noch mehr ginge: ein größerer Schritt, eine langfristigere Bindung, eine klarere Haltung. Die Gründe, warum dieser Schritt so oft ausbleibt, ähneln sich: die Sorge, zu viel Raum einzunehmen oder zu wenig zu wissen, die Frage, ob punktuelles Geben reicht oder ob es strukturelles Engagement braucht, die Unsicherheit, wie viel Sichtbarkeit man dabei in Kauf nehmen will, und die leise Stimme, die fragt, ob man das "Recht" hat, laut zu sein.
In dieser Masterclass ist Luisa Neubauer zu Gast, Mitgründerin von Fridays for Future Deutschland, Autorin mehrerer Bücher zur Klimakrise und eine der bekanntesten aktivistischen Stimmen im deutschsprachigen Raum. Mit ihrem aktuellen Buch "Was wäre, wenn wir mutig sind?" hat sie eine neue Tonlage in die Debatte gebracht: weg von Ohnmacht und Alarmismus, hin zu einem Aufbruch mit Ambition und Zuversicht. Kaum jemand hat so intensiv darüber nachgedacht, was es bedeutet, öffentlich für etwas einzustehen – und was es kostet, diesen Schritt tatsächlich zu gehen.
Luisa spricht darüber, was Mut im Aktivismus von Mut im Umgang mit den eigenen Ressourcen unterscheidet – und was beides verbindet. Gemeinsam wird betrachtet, wo die eigene Zurückhaltung herkommt, welche Rolle Sichtbarkeit, Herkunft und die Angst vor Fehlern dabei spielen, und wie ein glaubwürdiger nächster Schritt aussehen kann – nicht als einmalige Geste, sondern als Haltung, die trägt.