

„High Noon“-Expertentalk: Droht der Brandmauer gegen die AfD das Aus?
Die politische Landschaft in Deutschland steht vor einer Zäsur: Im September 2026 könnte in Sachsen-Anhalt erstmals ein AfD-Politiker zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Was lange undenkbar schien, rückt in den Bereich des Möglichen.
Seit Jahren gilt die „Brandmauer“ gegen die AfD unter den demokratischen Parteien als Konsens. Doch angesichts wachsender Wahlerfolge der Rechtspopulisten stellt sich die Frage: Ist diese Strategie mit demokratischen Prinzipien vereinbar, wenn rechte Parteien Mehrheiten gewinnen?
Die etablierten Parteien stehen vor einem Dilemma: Halten sie an der strikten Ausgrenzung fest – und riskieren damit Unregierbarkeit? Oder öffnen sie sich für pragmatische Zusammenarbeit – und nehmen die Normalisierung rechtsextremer Positionen in Kauf?
Vor ähnlichen Entscheidungen stehen auch die Medien, Verbände und andere gesellschaftliche Akteure: Wie viel Raum sollten sie der AfD geben? Die jüngsten Kontroversen um die Entscheidungen der Familienunternehmer und der Münchner Sicherheitskonferenz verdeutlichen, wie sehr dieses Thema polarisiert.
Wir laden Sie herzlich ein, über diese und weitere Fragen mit den Tagesspiegel-Experten beim nächsten „High Noon“-Talk am Mittwoch, den 14. Januar von 12 bis 13 Uhr zu diskutieren.
Gäste:
Julia Reuschenbach
Politikwissenschaftlerin, Universität HamburgWolfgang Schroeder
Professor für das Politische System der BRD, Universität Kassel / Wissenschaftszentrum BerlinChristian Tretbar
Chefredakteur, TagesspiegelChristoph von Marschall
Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion, Tagesspiegel
Moderation:
Anja Wehler-Schöck
Mitglied der Chefredaktion, Tagesspiegel
Über uns:
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