

Lesung mit M. Hyun / A. Lumengo: "People of Deutschland"
Deutschland erzählen: Dr. Martin Hyun und Andrè Lumengo sprechen über Herkunft, Erinnerung und Zugehörigkeit
Die gemeinsame Lesung von Dr. Martin Hyun und Andrè Lumengo verbindet zwei unterschiedliche Lebensgeschichten, die zugleich exemplarisch für die vielfältige Realität in Deutschland stehen.
Dr. Martin Hyun, Sohn südkoreanische Gastarbeiter, ehemaliger Eishockey-Junioren-Nationalspieler Deutschlands und erster koreanischstämmiger Profi der Deutschen Eishockey Liga (DEL), liest aus seinem persönlichen Text "letter to my younger self".
Der Text gibt einen eindringlichen Einblick in den inneren Kampf eines Kindes koreanischer Gastarbeiter in Deutschland - in das Gefühl, trotz Eignung, Leistung und Befähigung immer wieder unterschätzt, übersehen oder abgelehnt zu werden. Er erzählt von Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen, vom Aufwachsen zwischen Anpassung und Unsichtbarkeit so wie von der Frage warum die Geschichte koreanischer Einwanderer auch nach über 60 Jahren in Deutschland noch immer kaum Teil der öffentlichen Erinnerungskultur ist.
Als Gründer und Vorstandsvorsitzender von Hockey is Diversity e.V. engagiert sich Martin Hyun seit vielen Jahren für Vielfalt, Antirassismus und gesellschaftliche Teilhabe im Sport.
Andre Lumengo, Sohn einer aus Angola geflüchteten Familie, spricht über Flucht, Identität und das Aufwachsen in Deutschland zwischen gesellschaftlicher Teilhabe und Ausgrenzungserfahrungen. Als ehemaliger Fußballspieler rief er die Initiative "Rote Karte gegen Rassismus" ins Leben und setzt sich seit vielen Jahren gegen Diskriminierung im Sport und darüber hinaus ein.
Heute arbeitet er als Head of Public Relations beim Münchner Fashion Label Distorted People und verbindet gesellschaftliche Haltung mit Kultur, Sport und öffentlicher Sichtbarkeit.
Beide sind seit vielen Jahren befreundet und engagieren sich gemeinsam bei People of Deutschland, eine Organisation die sich gegen Rassismus einsetzt.
Sowohl Martin als auch Andrè hatten großes Glück im Leben und möchten Menschen eine Stimme geben, die keine Stimme haben.
Zum Ende der Veranstaltung gibt es offene Fragerunde.
Eintritt: Kostenlos - wobei sich beide Lesende über Spenden für ihre jeweiligen Vereine freuen.